KAY SAFONOV

七転び八起き – Fall seven times and stand up eight

Dienstag, der 25. Oktober 2016
von Kay Safonov
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Wieder vereint mit Manami

April war ja ein ziemlich beschissener Monat, denn da standen die Abiturprüfungen an. Um das ganze aber noch ein bisschen beschissener zu machen, bekomme ich zwei Tage vor der Geschichtsprüfung eine Nachricht von meiner Gastschwester Manami: Hey, ich bin gerade in Frankfurt. Tatsächlich wollten meine Gasteltern nicht, dass sie es mir eher sagt, damit ich mich auf das Lernen konzentriere und nur an meine Prüfung denke. Das ist sehr lieb, aber es hat mir auch das Herz gebrochen. Ich habe den Nachmittag damit verbracht mit Manami zu schreiben und mit ihr Fotos auszutauschen. Und ich habe Flüsse geweint. Auf jeden Fall, war sie damals geschäftlich in Europa unterwegs und auch nur zwei Tage in Frankfurt. Leider konnten wir uns nicht treffen, aber sie hat mir die stille Hoffnung zugesprochen, dass sie im Oktober wieder nach Deutschland kommt.

Überraschung, es ist Oktober. Und ich wohne in Bonn. Und Manami ist wieder geschäftlich unterwegs und ihr Chef hat erlaubt, dass wir uns nach ihrem Arbeitstag treffen dürfen! Yaas! Also bin ich gestern Abend um 9 nach Koblenz gefahren und zu Manamis Hotel gelaufen. Und da war sie. Wow. Das ist wirklich passiert, ich kann es immer noch nicht glauben.

Nach fast zweieinhalb Jahren habe ich endlich meine Gastschwester wieder gesehen. Leider hatten wir nicht viel Zeit, aber wir haben das beste draus gemacht: viel gequatscht, Geschenke ausgetauscht, uns viel umarmt und über alles gesprochen, was so in den letzten zwei Jahren passiert ist. Meine Gastmama hat Manami auch den ganzen Koffer voller Essen für mich gepackt und mir meine Lieblingssnacks organisiert und ich bin im Augenblick so unbeschreiblich glücklich, denn ich habe Manami wieder gesehen!

Nachts um 1 bin ich dann mit dem letzten Zug nach Bonn zurück gefahren und wow, Koblenz um neun Uhr abends ist einfach genau so wie Koblenz um ein Uhr Nachts.

Am 19. Oktober 2013, also vor fast genau drei Jahren, haben Manami und ich uns übrigens kennen gelernt. Wahnsinn, wie die Zeit verfliegt.

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Der 19. Oktober 2013 – Mein erstes Mal europäisches Essen in Japan und der Beginn einer wundervollen Freundschaft. Waren wir nicht süß damals?

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Wieder vereint in Koblenz nach fast zweieinhalb Jahren. 

Sonntag, der 23. Oktober 2016
von Kay Safonov
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Lesung und Gespräch mit Sung Suk-Je

Es wird kälter in Bonn und der Herbst ist in vollem Gange und was passt gut zum Herbst? Bücher. Am vergangenen Donnerstag fand im Lesesaal der Abteilung für Japanologie und Koreanistik eine Lesung mit anschließendem Gespräch mit dem südkoreanischen Autor Sung Suk-Je (auch Song Sokze genannt) statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Jun. -Prof. Dr. Hee Seok Park, der die Abteilung für Koreanistik an unserer Universität leitet.

Sung Suk-Je ist ein gut gelesener Autor in Südkorea, der auch schon einige Literaturpreise vorweisen kann. Er wurde 1960 in Sangju geboren und studierte ursprünglich Rechtswissenschaften, bis er die Poesie für sich entdeckte. Mittlerweile veröffentlicht er u.a. auch Romane und Kinderbücher. Das einzige ins Deutsche übersetzte Buch ist „Die letzten viereinhalb Sekunden meines Lebens und andere Erzählungen“.

20161020_173005Ich hatte vorher noch nichts mit Sung Suk-Je zu tun, aber da ich ja selbst schreibe, wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen aus dem Arbeitsleben eines professionellen Autors zu hören. Vorgelesen wurde aus dem neusten Buch des Autors, dass gerade frisch ins Deutsche übersetzt wurde. Einen endgültigen Titel hat es im Deutschen noch nicht, man tendiert aber wohl zwischen „Das Dorf am Fluss“ oder „Majestätisch“. Die Handlung folgt einer Gruppe von gesellschaftlichen Außenseitern die in einem Dorf am Fluss (was? wirklich?) ein neues Zusammenleben begründen und deren Existenz dann von Großstadtgangstern bedroht wird. Ich fand, es klingt sehr spannend. Der Ausschnitt, der uns vorgetragen wurde, war sehr schön anzuhören. Sung Suk-Je schreibt sehr ästhetisch und intensiv beschreibend und das gefällt mir sehr.

Mein Highlight des Abends war definitiv das Autorengespräch das nach der Lesung stattfand. Beide, Sung Suk-Je und Prof. Park, hatten einen sehr guten Humor und es war wahnsinnig interessant die Antworten des Autors zu hören. Er hat sehr ausführlich und offen gesprochen, u.a. über Themen wie Arbeitsprozess, Inspiration, Übersetzung oder ob man denn Gangster kennen muss, um über sie schreiben zu können. Der Ausspruch des Abends war auf jeden Fall „ein Hoch auf die Übersetzer“. Dem kann ich mich nur anschließen. Übersetzer sind beeindruckende Menschen die allen Respekt verdienen.

Nach dem Gespräch gab es dann noch ein paar koreanische Snacks, nämlich Mandu und Kimbap und das war auf jeden Fall ein gelungener Abschluss des Abends und ich bin wahnsinnig froh, dass ich mich dazu entschieden habe die Lesung zu besuchen.

Mittwoch, der 5. Oktober 2016
von Kay Safonov
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Film: The Admiral – Roaring Currents

The Admiral – Roaring Currents oder auch Myeongnyang (명량) ist ein koreanischer Kriegsfilm aus dem Jahr 2014. Geschrieben wurde das Drehbuch von Jeon Chul-Hong und Kim Han-Min, letzterer war außerdem Direktor und Produzent des Filmes. Der Film erschien am 30. Juli 2014 in den koreanischen Kinos und hat eine Laufzeit von 127 Minuten. Bereits in den ersten zwölf Tagen nachdem der Film angelaufen war, wurde er von mehr als 10 Millionen Menschen gesehen und hat damit einen neuen Rekord aufgestellt. Außerdem überholte The Admiral – Roaring Currents den Rekord für den meist gesehensten Film in Korea, der ursprünglich bei 13 Millionen Zuschauern für den Film Avatar lag. 

battle_of_myeongryang_posterDer Film folgt der legendären Seeschlacht von Myeongnyang, die ungefähr im Jahr 1597 stattfand. Die Schlacht wird als der größte Erfolg des Admirals Yi Sun-Sin gefeiert, der es schaffte mit den verbleibenden zwölf Schiffen seiner Flotte die einfallende japanische Flotte von 330 Schiffen zu besiegen. Historisch schwanken die Zahlen der japanischen Schiffe zwischen 100 und 330, aber die anzahlmäßige Überlegenheit ist in jedem Fall gegeben. Im Film hat man sich für die extreme Zahl von 330 japanischen Schiffen entschieden.

Vor Beginn der Schlacht sind die japanischen Truppen natürlich äußerst optimistisch und gehen von ihrem Sieg aus, obwohl sie trotzdem Yi Sun-Sin auf keinen Fall unterschätzen wollen, denn sein Name ist bekannt und wird gefürchtet. Außerdem gibt es innerhalb der japanischen Truppen verzwickte Machtspiele und die verschiedenen Machthaber tragen noch eigene Zwiste untereinander aus. Währenddessen muss Yu Sun-Sin gegen die zunehmende Verzweiflung seiner Truppen ankämpfen. Immer mehr und mehr desertierten und ein Deserteur setzt sogar das letzte verbliebene Schildkröten-Schiff der Flotte in Brand und scheint damit das letzte bisschen Moral in der Truppe zu zerstören. Doch Yu Sun-Sin schafft es schließlich, auch mit radikalen und gewaltsamen Methoden, seine Männer zum Kampf gegen die Japaner zu bewegen und nutzt strategisch die gefährliche Strömung rund um Myeongnyang aus um die Japaner zu besiegen.

The Admiral – Roaring Currents ist teilweise ein sehr schwerfälliger Film. Die Atmospähre ist bedrückend und es fühlt sich an, als würde eine Ewigkeit vergehen, bis die tatsächliche Schlacht dann tatsächlich beginnt. Im Grunde weiß man ja von Anfang an, dass Yu Sun-Sin die Schlacht gewinnen wird, deswegen ist dieses Hinauszögern teilweise ein wenig übertrieben. Es gibt auch einige Szenen im Film, die nichts sind für Leute mit schwachen Nerven, denn immerhin ist es ein Kriegsfilm und es wird nichts beschönigt. Die eigentliche Schlacht wirkt ziemlich fantastisch und es fällt einem wirklich schwer zu glauben, dass Yu Sun-Sin das Ganze wirklich bewältigt hat, aber es basiert ja auf historischen Fakten. Wirklich beeindruckend.

The Admiral – Roaring Currents bleibt ein Film, den ich mir wohl nicht noch einmal in nächster Zeit anschauen werde. Er hat sich einfach viel länger angefühlt, als er wirklich war und zwar nicht auf eine positive Weise. Außerdem hat mir der Flow im Film gefehlt, es hat wirklich irgendwie am Zusammenspiel der einzelnen filmischen Elemente gehabert.

Zur Bewertung: 

Handlung [ 1 2 3 4 5 ]

Musik [ 1 2 3 4 5 ]

Gestaltung / Effekte [ 1 2 3 4 5 ]

Darsteller [ 1 2 3 4 5 ]

Filmgestalt im Ganzen [ 1 2 3 4 5 ]

Choi Min-Sik spielt den Admiral Yi Sun-Sin. In weiteren Hauptrollen sind außerdem zu sehen Ryu Seung-Ryong, Cho Jin-Woong, Kim Myung-Gon, Park Bo-Gum und Jin Goo.

Dienstag, der 4. Oktober 2016
von Kay Safonov
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Zweite Korea-Woche in Bonn

Vom 23. September bis zum 27. September fand in Bonn die zweite Korea-Woche statt. Organisiert wurde das ganze von der Außenstelle der südkoreanischen Botschaft in Bonn und der Bundesstadt Bonn. Ich habe davon eher zufällig erfahren, weil ein Flyer davon für die Leute die Begleitfach Koreanisch machen in unser Gruppe für die Erstis Asienwissenschaften gepostet wurde. Yay. Das Programm ging am Freitag mit einem Film los. „The Admiral – Roaring Currents“ konnte im Kino Sternlichtspiele kostenlos angesehen werden. Allerdings musste man sich vorher per Mail anmelden, was ich dann auch gleich gemacht habe.

mini-img-20160924-wa0039Der Abend im Kino wurde eröffnet durch den koreanischen Generalkonsul der eine kleine Rede gehalten hat und uns die historischen Hintergründe zum Film näher erläutert hat. Im Film ging es um den Admiral Yi Sun-Sin und die legendäre Seeschlacht von Myeongnyang. Details dazu folgen aber Morgen in einem weiteren Blogpost.  Es war auf jeden Fall interessant. Im Kino waren vor allem Koreaner und auch ein paar Japaner und ich hatte einen angenehmen Abend. Interessante Randinfo, in Bonn wohnen mehr als 400 Koreaner.

Am nächsten Tag ging es dann auf dem Marktplatz von Bonn weiter mit einem interessanten Nachmittagsprogramm. Ich habe das ganze auch in unserem Gruppenchat von unserer K-Pop Tanzgruppe gepostet und siehe da, es hat jemand gesagt, dass er mich gerne dort treffen würde! Also habe ich an diesem Samstag Sasa kennen gelernt. Wir hatten eine Menge Spaß und haben unsere gemeinsame Liebe für Selfies und andere Dinge entdeckt und es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, die jetzt schon zwei Wochen andauert. Eigentlich bin ich nicht die Schnellste wenn es um das Schließen von Freundschaften geht, aber manchmal macht es einfach Klick. Ich liebe das.

mini-img-20160924-wa0018Das Programm an dem Nachmittag war auch echt interessant und wir hatten eine Menge Spaß bei den Vorführungen. Es gab tradionelle Tänze zu bestaunen, zwei verschiedene und extrem beeindruckende Taekwondo-Vorführungen und vor allen Dingen, jede Menge Vergnügen.

Danach ging es noch mal ins Kino. Zum einen gab es den Film „C’Est Si Bon“ und zum anderen den Film „Dong-Ju – The Portrait of a Poet“ zu sehen. Eigentlich waren die beiden Vorstellungen schon voll, aber wir durften warten bis es anfing und schauen ob noch zwei Plätze frei bleiben. Und ja, es waren Plätze frei! Also durften wir die beiden Filme schauen und ihr könnt ja mal schauen; ich habe dazu schon zwei Beiträge geschrieben. Bei „C’Est Si Bon“ sind bei Sasa die Tränen geflossen und bei „Dong-Ju“ bei mir. Es war ein wundervoller Abend.

Die zweite Korea-Woche in Bonn hat eine Menge Spaß gemacht und ich bin auf jeden Fall wieder dabei, wenn es nächstes Jahr wieder soweit ist. Ganz ist damit das koreanische Programm aber nicht abgeschlossen, am 20.Oktober hält der Autor Sung Suk-Je eine Vorlesung und steht dann zum Autorengespräch bereit. Sasa und ich sind ein bisschen in der Zwickmühle, weil zum gleichen Zeitpunkt auch die Ersti-Wilkommensfeier anfängt, aber mal schauen.

Kleiner Ausschnitt aus der musikalischen Vorstellung: 

Jeonju University Taekwondo Demonstration Team: 

Montag, der 3. Oktober 2016
von Kay Safonov
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Film: C’Est Si Bon

C’Est Si Bon (Es ist so gut) ist ein koreanisches, musikalisches Drama aus dem Jahr 2015. Der Autor und Direktor des Filmes ist Kim Hyun-Seok und produziert wurde der Film von Lee Woo-Jung und Kang Myung-Chan. Der Film ist am 5. Februar 2015 erschienen und hat eine Laufzeit von 122 Minuten.

fullsizephoto547309Die Haupthandlung des Filmes spielt in Seoul Ende der 1960er Jahre in der legendären Musik-Lounge C’Est Si Bon. Roll Credits. Dort entwickelte sich die koreanische Folk-Szene und es war der Traum eines jeden Folk-Sängers mal an einem Gesangs-Wettbewerb im C’Est Si Bon teilzunehmen. Eben in dieser Lounge gründet sich außerdem das bekannte Folk Duo Twin Folio, im Film jedoch wird ein erfundener dritter Sänger hinzugefügt und so entsteht das C’Est Si Bon Trio.

Die originalen Mitglieder der Gruppe Twin Folio sind Yoon Hyung-Joo und Song Chang-Sik, die beide bereits beliebte und etablierte Sänger im C’Est Si Bon sind, allerdings sind sie deswegen auch Rivalen und nicht unbedingt gut aufeinander zu sprechen. Im Grunde genommen gehen sie aufeinander los, sobald sie die Möglichkeit haben. Und da schreitet der Junge vom Land Oh Geun-Tae ein. Er soll das Duo zu einem Trio machen und mehr Harmonie in die Gruppe bringen. Er hat wie die beiden anderen auch eine atemberaubende Stimme, kann allerdings kein Instrument spielen.

Die Gruppendynamik zwischen den Drein funktioniert also nicht wirklich und es wird auch nicht besser als die wunderschöne Min Ja-Young die Bühne betritt. Sie träumt davon Schauspielerin zu sein und verdreht allen Drein die Köpfe. So entstehen eine Reihe von Liebesliedern während das Trio um Ja-Young wirbt. Ich möchte jetzt mal nicht zu viel vornweg nehmen, denn es macht besonders viel Spaß an diesem Film einfach mit anzusehen und zu erfahren für wen sie sich entscheidet. Außerdem muss ja aus dem Trio noch ein Duo werden und eins möchte ich dazu nur verraten, eigentlich haben sie sich alle sehr gut verstanden, nachdem sich Ja-Young entschieden hatte. Was hat also zur Auflösung des Trios in letzter Minute geführt?

Dafür müsst ihr euch wirklich den Film anschauen und ich kann voller ernst sagen; ihr werdet es nicht bereuen. Eigentlich bin ich kein Fan von Musik-Dramas, aber C’Est Si Bon hat mich wirklich voll begeistert. Die Schauspieler waren super, die Geschichte war fesselnd und die Musik hat wirklich überzeugt. Zehn Daumen nach oben und so.

Zur Bewertung: 

Handlung [ 1 2 3 4 5 ]

Musik [ 1 2 3 4 5 ]

Gestaltung / Effekte [ 1 2 3 4 5 ]

Darsteller [ 1 2 3 4 5 ]

Filmgestalt im Ganzen [ 1 2 3 4 5 ]

Oh Geun-Tae wird gespielt von Jung Woo und Kim Yun-Seok, Yoon Hyeong-Joo wird gespielt von Kang Ha-Neul, Song Chang-Sik wird gespielt von Jo Bok-Rae und Min Ja-Young wird gespielt von Han Hyo-Joo und Kim Hee-Ae. In weiteren Rollen findet man außerdem Jin Goo, Jang Hyun-Sung, Kwon Hae-Hyo und Kim In-Kwon.

Samstag, der 1. Oktober 2016
von Kay Safonov
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Film: Dong-Ju – Portrait of a Poet

Dong-Ju – The Portrait of a Poet ist ein Film der erst im Februar 2016 heraus kam und ich hatte die Möglichkeit ihn auf der Korea-Woche in Bonn mit englischen Untertiteln zu sehen. Direktor des Filmes war Lee Joon-Ik nach einem Drehbuch von Shin Youn-Shick, der den Film zusammen mit Kim Ji-Hyung produziert hat. Die Cinematographie stammt von Choi Yong-Jin. Der Film erschien am 18. Februar 2016 in den koreanischen Kinos und hat eine Laufzeit von 110 Minuten.

dongju-_the_portrait_of_a_poet-p1Im Film geht es um den koreanischen Poeten Yun Dong-Ju und um seinen Cousin und Freund Song Mong-Gyu. Bevor ich diesen Film gesehen hatte, hatte ich noch nicht von den beiden gehört und mit diesem Wissen im Hinterkopf, schreibe ich jetzt auch dieses Blogpost. Am Anfang des Filmes hatte ich das Gefühl, dass es eher Song Mong-Gyu ist, der die Initiative ergreift. Der Film spielt zur Zeit der japanischen Besatzung Koreas. Mong-Gyu zeigt früh schon seinen Kampfgeist für den Widerstand und beschäftigt sich zum Beispiel mit der Ideologie des Kommunismus. Im Laufe des Filmes muss er allerdings immer wieder harte Rückschläge einstecken und wird zunehmend zynischer und aggressiver.

Seinen Cousin und engen Freund Yun Dong-Ju möchte Mong-Gyu allerdings aus seinem Widerstandsleben heraus halten. Dong-Ju hat schon früh in seinem Leben seine Liebe zur Poesie entdeckt. Der ganze Film wird von seinen Gedichten begleitet und ich habe sie wirklich lieb gewonnen. Mit zunehmender Spielzeit wird es allerdings immer schwieriger für Dong-Ju seine Liebe ausleben, denn schon bald wird das unterrichten in koreanischer Sprache verboten. Daraufhin entschließt sich Dong-Ju nach Japan zu reisen um dort an einer Universität Literatur zu studieren. Auch Mong-Gyu zieht mit ihm zusammen nach Japan.

Der Film wechselt immer zwischen zwei Handlungssträngen. Der eine folgt Dong-Jus Leben chronologisch und gibt uns die Möglichkeit nachzuvollziehen, wie es zum zweiten Handlungsstrang gekommen ist. Im zweiten Handlungsstrang wird Dong-Ju in einem japanischen Gefängnis verhört und wegen Verrat verurteilt. Besonders interessant fand ich, dass der gesamte Film schwarz-weiß ist. Das hat dem ganzen eine ganz besondere, bedrückende Atmosphäre gegeben. Außerdem ist der Film zweisprachig und wechselt zwischen Koreanisch und Japanisch, auch das hilft sich besser hineinzuversetzen. Ich muss ganz ehrlich sein, ich bin im Film versunken. Ich war gefesselt und der Geschichte und der Handlung und habe am Ende auch ein wenig geweint, auch wenn ich das sonst eher nicht mache. Besonders nicht in der Öffentlichkeit. Im Kino. Aber ich hatte zum Glück eine Schulter an die ich mich lehnen konnte.

Zur Bewertung: 

Handlung [ 1 2 3 4 5 ]

Musik [ 1 2 3 4 5 ]

Gestaltung / Effekte [ 1 2 3 4 5 ]

Darsteller [ 1 2 3 4 5 ]

Filmgestalt im Ganzen [ 1 2 3 4 5 ]

Yun Dong-Ju wurde gespielt von Kang Ha-Neul und Song Mong-Gyu wurde gespielt von Park Jung-Min. Weitere Rollen wurden u.a. gespielt von: Kim In-Woo, Choi Hong-Ill, Choi Hee-Seo, Shin Hoon-Joo und Min Jin-Woong. Ich kann den Film auf jeden Fall empfehlen und werde ihn mir sicher noch einmal ansehen. Außerdem werde ich mir wohl die gesammelten Werke von Yun Dong-Ju zulegen, weil wie gesagt, ich habe mich in seine Gedichte verliebt.

Freitag, der 23. September 2016
von Kay Safonov
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Bonn Sweet Home

Der Umzug ist offiziell geschafft. Gerade eben habe ich die letzten Sachen ins Regal einsortiert und Wahnsinn, wenn man alleine umzieht geht das viel schneller. Es hat nur zwei Tage gedauert bis ich wieder Herr über die Lage war. Das Anstrengendste vom ganzen Umzug war es definitiv all meine Sachen in unseren kleinen Fiat zu bekommen. Zwei Mal fahren war nicht drin, immer hin bin ich jetzt mehr als fünfhundert Kilometer von meiner alten Heimat entfernt. Der Abschied fiel mir nicht schwer. Mit meinen Eltern kann ich skypen oder telefonieren, das einzige Problem ist meine Katze: Sie kann nicht skypen und ich kann ihr nicht erklären, was gerade passiert. Ich werde meine Katze verdammt vermissen.

gomeihuatemp_mh1474574976098Am Mittwochvormittag sind wir also in Bonn angekommen. Mit wir meine ich mich und meine Mutter, irgendjemand muss das Auto ja auch wieder zurück nach Hause fahren. Zimmerübergabe lief völlig problemlos – mein Vermieter ist sehr nett und hilfsbereit.  Dann kam die wahre Herausforderung: all meine Sachen wieder aus dem kleinen Fiat heraus bekommen und in die vierte Etage tragen. So fertig war ich lange nicht mehr und meine Beine haben schon echt weh getan vom Fahren. Und dann  saß ich endlich in meinem Zimmer mit meinem ganzen Kram. Es ist ganz nett. 12 m². Ich habe einen Kühlschrank und ein Waschbecken, ein Bett, einen Schreibtisch und einen Kleiderschrank. Duschen und auch eine Badewanne sind über den Flur zu erreichen und auch eine Gemeinschaftsküche gibt es hier. Die Badezimmer sind ziemlich toll, weil sie sauber und gepflegt sind, die Küche dagegen eher nicht. Aber gut. Ich habe ja meinen eigenen Kühlschrank und eine Mikrowelle habe ich mir auch bestellt. Das wird schon. Außerdem bekomme ich von einem Freund noch einen Wasserkocher und wofür brauche ich dann die Küche?

Mittwoch sind wir in die Stadt gefahren, haben die nötigen Sachen gekauft die man zum überleben braucht und abends waren wir dann im Sushi Circle essen, aber dazu schreibe ich einen extra Beitrag. Ich habe meine erste Nacht auf dem Fußboden verbracht, weil meine Mama im Bett geschlafen hat. Ich bin dann früh auch gleich mal mit einem blauen Knie aufgewacht, weil ich wohl das Bedürfnis hatte im Schlaf die Wand zu verprügeln. Donnerstag dann noch gemeinsames Frühstück und mein erster Lebensmitteleinkauf und dann war ich alleine.

unbenanntZu erst war ich natürlich noch mit Sachen auspacken beschäftigt, aber dann habe ich schnell Lagerkoller bekommen und wollte raus. Mein Wohnheim liegt direkt am Fuß vom Venusberg und ich habe mich spontan dazu entschlossen den rauf zu klettern. Ich hätte eine Wasserflasche mitnehmen sollen. Es war dumm und unverantwortlich und ich habe aus meinem Fehler gelernt. Auf der Spitze des Berges liegt dann die Uniklinik Bonn. Dort habe ich dann meinen Nachmittag verbracht, nämlich bei der Blutspende. Der Flyer dafür kam mit der Rückmeldung der Uni und ich habe mir gedacht, ja, warum nicht. Mama scherzt, dass ich an meinem ersten Abend allein schon zu verzweifelten Mitteln gegriffen habe um an Essen zu kommen. So war es natürlich nicht. Es war aber eine gute Erfahrung und im Dezember mache ich es wieder. Die Menschen dort waren überaus freundlich, es gab Eis und gute Verpflegung und mir ist nicht mal schlecht geworden.

So viel also zu meinen ersten zwei Tagen in Bonn. Heute startet hier außerdem die zweite Korea-Woche und natürlich bin ich mit dabei. Wie es war, erfahrt ihr dann von mir danach.

Mittwoch, der 31. August 2016
von Kay Safonov
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Ein kulinarischer Ausflug nach Nord Korea – Restaurant Koryo

Nachdem ich zum ersten Mal vom Restaurant Koryo in Moskau gehört habe, war ich auf jeden Fall interessiert. Wann hat man schon mal die Möglichkeit Küche aus Pyongyang zu probieren? Also habe ich meine Mama an der Hand gepackt und sie mit mir zu dem nordkoreanischen Restaurant am Leninskii Prospekt geschleppt. Von der Metro Station aus läuft man nicht weit und wenn man sich die Lage vorher mal im Internet angesehen hat, dann ist das Koryo auch sehr schnell zu finden.

Wir sind rein gekommen und wurden sofort von zwei echt niedlichen Kellnerinnen in blauen Kleidern mit Pelzkragen begrüßt und an einen Tisch geführt. Das Restaurant war fast leer. Nur zwei weitere Tische waren besetzt. Im Internet gibt es zahlreiche Bewertungen, entweder lieben die Gäste das Koryo oder sie hassen es. Es gibt kein dazwischen. Von der Inneneinrichtung her, hat es mich irgendwie erinnert an eine Silvesterparty im Jahr 1995. An einer der Wände hing ein Flachbildfernseher der eine nordkoreanische Musikshow ausstrahlte und ich habe im Internet gelesen, das manche Gäste sogar Kim Jong Un schon aus diesem Fernseher reden gehört haben. Das blieb mir heute erspart. Hat schon einmal jemand von euch nordkoreanische Nachrichten gesehen? Ich bloß auf Euronews und na ja, das hätte bestimmt keine angenehme Atmosphäre zum Essen geliefert.

Was habe ich gegessen? 

Oder eher, was haben wir gegessen, denn wir haben uns vier Hauptspeisen und ein Dessert bringen lassen und geteilt. Hat sich angeboten und so konnte jeder von jedem Etwas kosten. Als wir die Speisekarten bekommen haben, habe ich einige Gerichte, wie zum Beispiel Bibimbap, wieder erkannt. Eine richtige Ahnung hatte ich allerdings nicht. Überraschenderweise aber meine Mutter. Sie ist aufgewachsen in der Sowjetunion und hat auch eine Zeit lang im fernen Osten gelebt und damals war zum Nordkoreaner gehen noch Üblicher. Also hat sie sich zur Vorspeise gleich mal einen Salat bestellt, den sie aus ihrer Kindheit kannte. Er war sehr schlicht, mit ein bisschen Spinat und Karotten, aber lecker. Allerdings auch eher ein Appetithäppchen.

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Meine erste Vorspeise waren diese Gemüsepfannkuchen. Erinnert ein bisschen an Okonomiyaki, nicht wahr? Es ist wohl eine Variation des koreanischen Essen Jeon, aber fragt nicht nach dem Namen, denn ich erinnere mich nicht mehr. Es war auf jeden Fall lecker. Nichts bahnbrechendes. Kein gewaltiges Geschmackserlebnis, aber Etwas, das ich gerne mal wieder essen würde.

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Meine zweite Hauptspeise waren diese Teigtaschen, gefüllt mit Fleisch. Auf der Karte wurden sie als koreanische Pelmeni umschrieben und mich haben sie an Gyoza erinnert und so haben sie auch geschmeckt. Das Gericht müsste Mandu heißen, aber keine Garantie dafür. Hier hat der Nostalgie-Faktor gepunktet, denn ich habe Gyoza echt vermisst. Auch wenn ich erst gestern Pelmeni gegessen habe.

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Dieses Gericht war die Wahl meiner Mutter und ich glaube es heißt Tteokbokki. Ein sehr scharfes Gericht aus dicken Reisnudeln. Ich traue mich nicht an scharfe Gerichte ran, weil ich die einfach dich mag, aber meiner Mutter hat es sehr geschmeckt. Es war wohl eine angenehme Schärfe, was auch immer das ist.

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Als nächstes hat der Betsubara wieder zugeschlagen und ich brauchte einen Nachtisch. Ich habe mich für diese kleine Küchlein entschieden die mit roter Bohnenpaste gefüllt waren. Sehr trocken, aber auch hier punktet der Nostalgie-Faktor, weil rote Bohnenpaste echt lecker ist.

Abschließende Meinung

Ich kann echt nicht sagen, wie authentisch das Ganze ist, weil ich weder in Süd- noch in Nordkorea war, aber es hat sich schon ziemlich authentisch angefühlt. Außerdem hatte ich das Bedürfnis Silvester zu feiern, aber das war einfach eine Nebenwirkung. Das Essen war gut und auch günstig. Die Hauptspeisen haben zwischen 300 und 500 Rubel gekostet. Es war jetzt nicht das Geschmackserlebnis des Jahrhunderts, aber eben eine Erfahrung. Koryo ist immerhin das einzige nordkoreanische Restaurant in Moskau. Ein bisschen seltsam und bedrückend war, dass wir fast die einzigen Gäste waren. Und die zwei Kellnerinnen standen da nur so vor der nordkoreanischen Flagge und sind sofort zu uns gerannt, wenn unser Teller auch nur ansatzweise leer aussah. Es war auf jeden Fall ein Erlebnis und ich bin froh, dass wir dort mal gegessen haben.

Sonntag, der 28. August 2016
von Kay Safonov
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Verstörende Mannequins im Lotte Plaza Moskau

Für alle die noch nie von Lotte gehört haben: Lotte ist ein multinationaler Konzern der von einem Südkoreaner in Japan gegründet wurde. Ich habe Lotte in Japan kennen gelernt durch die Süßigkeiten. Die sind wahnsinnig lecker. Aber Lotte macht alles Mögliche. Die machen mit in der Chemie-Branche, haben viel mit Verkehr und Tourismus zu tun und bieten u.a. auch Versicherungen an. Deswegen fällt es mir auch gerade sehr schwer das Unternehmen auf einen Schwerpunkt zu benennen.

In Seoul gibt es auf jeden Fall die sagenumwobene Lotte World. Das ist ein Freizeitpark von dem jeder sagt, dass man da unbedingt mal hin muss. Ich habe mir das ganze auch mal im Internet angesehen und ja, das sieht schon sehr nach einer Menge Spaß aus. Sollte ich irgendwann mal in Seoul sein, werde ich wohl mal einen Abstecher dorthin machen…

mini-13921121Jetzt bin ich aber in Moskau und auf der Suche nach Orten, die man besuchen kann, habe ich das Lotte Plaza in Moskau gefunden. Das Lotte Plaza gehört zum Lotte Hotel Moskau und befindet sich auf dem Neuen Arbat und ist am besten zu erreichen von der Metrostation Smolenskaya (hellblaue Linie) aus. Im Grunde ist das Lotte Plaza ein Einkaufszentrum. Sieben Etagen hat es. Es gibt auch dort ein Sushi-Restaurant und eine große Auswahl an Marken-Produkten, nicht nur aus Korea. Unter Anderem ist auch Armani dort mit eigenem Geschäft vertreten.

Für uns war das ganze auf jeden Fall eher ein Abstecher. Überraschenderweise waren die Klamotten dort nicht so sündhaft teuer wie erwartet, man konnte sich sogar etwas leisten, wenn man das wollte. Ich habe auch etwas für mich gefunden und zurzeit sind ja auch einige Sommerschlussverkäufe und es war ein Glückskauf. Aber Lotte Plaza hat mich auch sehr unglücklich gemacht. Die Mannequins dort waren verstörend dünn. Natürlich war das Plaza eher ein Einkaufszentrum dass seinen Maßstab an Fashion Size Zero setzt, aber die Mannequins waren mindestens Größe Minus Fünf. Es war einfach schrecklich anzusehen. Richtig abstoßend und alienartig.

Als Mensch mit normalem Körperbau darf man sich auf jeden Fall nicht von den Kleidergrößen dort einschüchtern lassen, denn sonst verlässt man das Plaza extrem unglücklich. Man fühlt sich einfach fett. Aber bei japanischen und koreanischen Klamotten passiert mir das sowieso oft. Ich habe mich ja auch damals in Japan zwischen meinen Klassenkameraden gefühlt wie ein Elefant. Aber so ist das nun mal.  Menschen sind unterschiedlich und haben jeder einen unterschiedlichen Körperbau. Man sollte sich nicht so sehr fertig machen, wenn man nicht das vermeidliche Ideal erreicht. Sucht lieber euren eignen Stil und einen Weg, euch in eurem Körper wohl und glücklich zu fühlen und macht euer Körpergefühl nicht von Anderen abhängig.

 

Donnerstag, der 11. August 2016
von Kay Safonov
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Review: Their Distance – 知らない、ふたり (Film)

Their Distance bzw. 知らない、ふたり (Zwei Fremde) ist ein japanischer Film aus dem Jahr 2015 der auf dem Internationalen Film Festival in Tokyo Premiere gefeiert hat. In mein Blickfeld ist der Film gerückt, weil viele der Rollen durch Mitglieder meiner Lieblingsband aus Korea besetzt wurden – Nu’Est. Seit Anfang 2016 ist der Film zum streamen verfügbar und ab September 2016 gibt es schicke DVD-Box-Sets zu kaufen.

Two_Strangers-tpDer Film dreht sich um Reon, gespielt von Choi Minki alias Ren von Nu’Est. Reon arbeitet als Schüler bei einem Schuster. Er isst nie gemeinsam mit seinen Kollegen und spricht selten. Er macht allgemein einen sehr neutralen Eindruck, als ob er keine Gefühle ausdrücken kann. Sein Verhalten wird zurückgeführt auf einen Autounfall an dem er vor einiger Zeit beteiligt war. Er ist als Radfahrer über eine rote Ampel gefahren und ein Mann ist ihm gedankenverloren gefolgt und wurde überfahren. Der Mann, Arakawa Mikio gespielt von Serizawa Tateto, sitzt seit dem im Rollstuhl. Reon gibt sich die Schuld an dem Unfall und ist der Meinung, dass er deswegen keine Freude in seinem Leben verdient hat.

Eines Tages findet Reon während seiner Mittagspause die schlafende Han Sona, gespielt von Kan Hanae, auf einer Parkbank. Sie war sehr betrunken und ist auf dieser Bank gewissermaßen zusammengebrochen. Sona ist sehr mitgenommen, nachdem ihr Freund, Yoo Ji Woo gespielt von Kim Jonghyun alias JR von Nu’Est, ihr gestanden hat das er Gefühle für seine Japanischlehrerin, Koda Kanako gespielt von Kinami Haruka, besitzt. Haruka ist jedoch schon mit Tateto zusammen und so schließt sich der Kreis. Reon entwickelt währenddessen Gefühle für Sona und folgt ihr jeden Tag um sicher zu gehen, dass sie gut zu Hause ankommt. Was er jedoch nicht merkt, ist dass seine Arbeitskollegin Kokaze Akiko, gespielt von Yoyago Fumiko, ihm währenddessen auch folgt, denn Akiko hat Gefühle für Reon. Der Film ist also kein Liebesdreieck, sonder ein Liebes-clusterfuck.

Der Film läuft ziemlich langsam an und ist zweisprachig. Er wechselt immer zwischen Koreanisch und Japanisch, da die Hälfte der Schauspieler aus Korea kommt und auch ihre Rollen Koreaner sind. Vom allgemeinen Handlungsablauf ist der Film schon ein bisschen schwerfällig und langsam, aber auf liebenswürdige Art und Weise. Oft wird das Geschehene eines Tages aus verschiedenen Perspektiven wiederholt um unterschiedliche Sichtweisen zu schaffen. Alle Figuren haben auf diese Weise die Möglichkeit an Tiefe zu gewinnen und man lernt sie lieben in ihren Facetten und wünscht sich, wie der Film fortschreitet, dass alle einfach nur glücklich werden. Von der Qualität her ist der Film jetzt kein Megablockbuster. Die Sets und auch die Musik sind relativ einfach gehalten, aber das gibt dem Film einen besonderen Charakter. Es ist ein Film den man auch mal unterbrechen kann und zu einem späteren Zeitpunkt weiterschauen kann, aber es ist auch nicht so das man sich langweilt. Besonders gegen Ende des Filmes fesselt es einen dann doch und man fragt sich, was wird geschehen?

Für Freunde von einem Happy End ist der Film jetzt nicht unbedingt etwas, da das Ende sehr offen ist. Auch wenn man dann doch darüber lächeln kann. Ich kann den Film aber trotzdem empfehlen, wenn man mal was Ruhiges zwischendurch braucht.