KATIASBLOG

七転び八起き – Fall seven times and stand up eight

Montag, der 11. September 2017
von Katia
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Ich habe den Fuji bestiegen

Der Titel nimmt im Grunde schon alles vorweg: Ich habe vorgestern den Fuji bestiegen. Und ganz ehrlich, ich kann nicht recht in Worte fassen was das für eine Erfahrung war, aber ich werde es trotzdem mal versuchen.

Ich habe Nagoya am Nachmittag verlassen. Mit dem Shinkansen ging es dann erst einmal nach Mishima (90 Minuten Fahrt, kostet in eine Richtung ca. ¥4000, aber mit dem Japan Rail Pass kann man ja Shinkansen fahren) und das war schon einmal großartig, denn ich bin noch nie Shinkansen gefahren (habe aber immer davon geträumt). Der Zug war sehr geräumig und bequem und man fühlt kaum etwas während man durch Japans wunderschöne Landschaft düst. Von Mishima aus habe ich dann den Fuji Kyuko Bus zum Bahnhof Kawaguchiko genommen (60 Minuten Fahrt, kostet in eine Richtung ¥2100) und von da aus dann den Bus zur fünften Bergstation des Fuji (55 Minuten Fahrt, Hin- und Rückfahrt kosten zusammen ¥2100). In diesem Bus habe ich dann auch meine ersten neuen Freunde gefunden – eine Gruppe von jungen Frauen die auch geplant hatten, den Fuji bei Nacht zu besteigen. Wir haben uns schnell zusammen geschlossen und darauf geeinigt zusammen zu wandern.

An der fünften Bergstation haben ich mir dann auch den berühmten Fuji-Wanderstock gekauft (mittlere Größe, kostet: ¥1300) und habe den „Eintritt“ für den Fuji bezahlt, der bei ¥1000 liegt. Also warum schreibe ich überall hin wie viel ich bezahlt habe? Weil mein Budget pro Tag eigentlich bei ¥2600 liegt und dieser Ausflug hat sowas von den Rahmen gesprengt. Der Fuji ist teuer und darauf war ich nicht vorbereitet, deswegen schreibe ich hier darüber, damit ich vielleicht jemand der in Zukunft hinauf steigt besser vorbereiten kann.

Also dann, gegen acht Uhr abends, ging es endlich los. Oh man. Wir haben uns dafür entschieden die Yoshida Route zu nehmen, da überall zu lesen ist, dass die Yoshida Route die einfachste und machbarste ist. Die Sonne war bereits untergegangen (also bring auf jeden Fall eine Stirnlampe mit, wenn du den Fuji besteigst!) und da es keine Bäume auf dieser Höhe gab, konnten wir die atemberaubende Aussicht über Kawaguchiko und Fuji-san Stadt bei Nacht genießen. Die sechste Bergstation haben wir dann auch locker flockig nach einer Stunde erreicht und es schien noch sehr einfach und es war noch nicht mal sonderlich kalt, deswegen waren wir alle sehr zufrieden mit uns selbst. Wir waren solche Idioten. Wir sind dann auch schnell weiter und nach der sechsten Station macht der Pfad eine Kurve und man wird mit der ersten Treppe konfrontiert und das ist der Punkt an dem man realisiert, dass man einen großen Fehler gemacht hat. An der sechsten Station habe ich mir außerdem die erste Marke in meinen Wanderstock brennen lassen (kostet ¥300).

Wir haben dann ungefähr 80 Minuten zur siebten Bergstation gebraucht und das war der Punkt an dem ich angefangen habe zu frieren. Ich habe mir für ¥300 ein paar Handschuhe gekauft, während sich die anderen etwas zu Essen gekauft haben und wir haben uns alle in die Station verkrochen um uns aufzuwärmen. Problem: Ich habe mir nichts zu essen gekauft, also hat man mich schnell aus der Station geworfen (es war sehr teuer, selbst was zu Trinken hat an die ¥600 gekostet und ich war absolut nicht hungrig). Ich habe den anderen gesagt dass ich draußen warte, aber ich begann sehr schnell zu frieren und zu zittern und sie haben sich echt Zeit gelassen mit dem Essen, also habe ich sie dort zurück gelassen (weil ich ein Arschloch bin) und mich zwei Belgiern angeschlossen. Ihre Namen waren Abdil und Frédéric und wir haben uns sofort super verstanden.

Abdil, Fred und ich sind dann in einem stetigen Tempo weiter bis zur achten Station geklettert, was unglaublich viel Zeit gedauert hat und ich habe ¥1000 in weitere Brandmarken investiert. Der Weg von der siebten zur achten Station war das Schlimmste. Es hat mich mehr an Freiklettern (oder Stiege wie im Elbsandsteingebirge) erinnert als an Wandern. Also solltest du den Fuji eines Tages besteigen, dann packe nicht zu viel ein, denn du musst auch sehr viel klettern. Ich habe auch ein bisschen bereut mir den Wanderstock gekauft zu haben, da es das Klettern erschwert hat, aber es war dann doch machbar.

Als wir dann endlich an der achten Station angekommen waren, waren wir todmüde. Fred war der fitteste unser Gruppe und ging immer ein Stück voran, während ich nicht weit hinter ihm folgte und Abdil hinter uns ein bisschen zurück blieb. An jeder Hütte hat Fred auf mich und Abdil gewartet bevor er weiter geklettert ist. Zu diesem Zeitpunkt war mir dann auch bewusst, dass es eine gute Idee war mich den beiden anzuschließen, da unser Tempo ziemlich gut zusammen gepasst hat und wir uns richtig gut verstanden haben, was auch sehr wichtig ist wenn du einen Berg besteigst der fast 4000m hoch ist.

Der Stieg zur neunten Station dauerte eine Ewigkeit. Abdil blieb immer weiter zurück und ich konnte meine Füße nicht mehr richtig spüren wegen der Anstrengung und der Kälte. Irgendwann waren wir alle so fertig, dass wir uns entschieden haben etwas Geld in Essen zu investieren um in einer Hütte Unterschlupf zu finden (obwohl wir selbst genug Essen dabei hatten). Wir haben uns Instant-Mais-Suppe in einem Plastikbecher für ¥500 gegönnt und durften 15 Minuten in der Hütte bleiben. Abdil hat in der Zeit ein kurzes Nickerchen gemacht und Fred hat mir einen seiner extra Pullover gegeben, da ich schon all meine Klamotten an hatte und immer noch gefroren habe. Er hat mir auch ein Paar seiner Hosen angeboten, aber ich habe nicht rein gepasst, weil er dünne Hühnerbeine hat und ich nicht.

Es war bereits vier Uhr morgens als unsere kurze Pause endete und die Sonne sollte gegen fünf Uhr aufgehen, weshalb wir uns den letzten Teil der Strecke wirklich hinauf kämpfen mussten um es noch zu schaffen. Und verdammt haben wir gekämpft. Fred ist wieder vor uns los gesprintet und ich konnte mich nur noch auf den nächsten Schritt konzentrieren. Abdil und ich sind eine Weile zusammen gelaufen, doch an einem Punkt hat er sich einfach hingesetzt und seinen Rucksack umarmt und gesagt, dass ich ohne ihn weiter gehen soll, was ich dann auch getan habe (und wieder, weil ich ein Arschloch bin).

Ich war also allein und konnte den Gipfel bereits sehen. Es hatte sich eine lange Menschenschlange gebildet, da alle den Gipfel vor dem Sonnenaufgang erreichen wollten. 200 Meter vor dem Gipfel waren dann auch schon Mitarbeiter die allen Wanderern zugerufen haben: „nur noch 200 Meter! Wenn ihr jetzt weiter klettert ohne anzuhalten, dann schafft ihr es noch bis zum Sonnenaufgang! Kämpft weiter! Es sind nur noch 30 Minuten! Ihr schafft das!“ Aber alles an was ich denken konnte, war wie schön sich ein warme Dusche doch anfühlen würde. Es waren nur noch knapp hundert Meter bis zum Gipfel, als der Himmel langsam begann sich rot zu färben. Ich habe mir an diesem Punkt gedacht: „nein. Du bist nicht neun Stunden diesen Berg rauf geklettert um dann 100 Meter vor der Spitze aufzugeben“, also bin ich mit meiner letzten Kraft los geeilt und habe den Gipfel erklommen. Ich habe mich hingesetzt, meine Kamera gezückt und das war der Moment, in dem die Sonne aufging. Das war außerdem der Moment in dem ich angefangen habe zu weinen. Nach drei Jahren bin ich endlich wieder in Japan und nach einem halben Jahr Planung und Training, habe ich, ein kleiner schwacher asthmatischer Streber, es dann tatsächlich auf die Spitze des Fuji geschafft. Das hat mich überwältigt und deswegen saß ich dort einfach nur und habe still geweint während die Sonne aufging.

Nachdem die Sonne aufgegangen war, habe ich mich dann auf die Suche nach Fred gemacht und ihn auch schnell gefunden. Wir haben uns angegrinst wie zwei Idioten und glücklich umarmt. Wir haben es geschafft. Danach haben wir uns erschöpft ans Geländer gestellt und die Aussicht genossen während der Himmel sich langsam blau färbte. Nach weiteren zwanzig Minuten stieß dann auch Abdil zu uns, zusammen mit einer der Frauen die in meiner ersten Wandergruppe war, und wir haben uns auch alle stolz und glücklich umarmt.

Ich habe mir dann noch die spezielle Sonnenaufgangs-Brandmarke für meinen Wanderstock für ¥400 gekauft und dann haben wir uns den Vulkan-Krater angesehen. Mit den ersten Sonnenstrahlen kam dann auch, zum Glück, sehr schnell Wärme zu uns und das habe ich echt gebraucht, denn mein ganzer Körper zitterte schon und meine Fingerspitzen hatten eine bläuliche Färbung angenommen.

Lange sind wir nicht auf dem Gipfel geblieben, wir sind auch nicht um den Krater gelaufen (was noch einmal eine Stunde gedauert hätte), weil wir zu müde und erschöpft waren. Abdil, Fred und ich sind dann gemeinsam zur fünften Station zurück gekehrt. Der Weg nach unten war ein anderer als der nach oben und wir brauchten ungefähr vier Stunden und wieder anzukommen. Der Abstieg war sehr rutschig und ich bin auch zwei mal hingefallen. Gegen 10 Uhr waren wir dann wieder an der fünften Station. Wir haben uns schnell was zu essen gekauft und dann haben wir gemeinsam den Bus nach Kawaguchiko genommen. Die Jungs sind dann auch sofort eingeschlafen, aber komischerweise fühlte ich mich gar nicht müde.

In Kawaguchiko haben wir uns dann verabschiedet und versprochen das wir in Kontakt bleiben und auch Witze darüber gerissen, dass wir uns von nun an jedes Jahr in Japan treffen und den Fuji besteigen. Es war vielleicht kraftraubend, aber es war es auf jeden Fall wert. Wahrscheinlich werde ich es sogar noch einmal tun. Weil ich ein Idiot bin.

Freitag, der 8. September 2017
von Katia
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Drei Jahre Später

Dienstag war echt seltsam. Ich bin aufgewacht, habe nebenbei meine zwei großen Koffer gepackt, ein bisschen mit Freunden gechattet und bin mit meiner Nachbarin einkaufen gegangen. Es hat sich wirklich nicht angefühlt als ob ich nach Japan fliegen würde. War ich nervös? War ich aufgeregt? Nicht wirklich. Ich war sehr gelassen. Nachdem ich drei Jahre hart auf diesen Tag zugearbeitet habe, konnte ich wirklich nicht glauben dass es endlich soweit war.

Am Nachmittag habe ich mich dann gemächlich auf den Weg gemacht und bin mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen gefahren. Ich bin angekommen, habe sofort meine Koffer gegen meine Boarding Tickets getauscht und hatte noch vier Stunden bis mein Flieger ging, aber die Zeit verging schnell und bevor ich es begriff, war ich an Bord meines Air China Flugs nach Peking. Ich habe den acht Stunden Flug damit verbracht zu lesen, Filme zu schauen und zu schlafen und plötzlich war ich in Peking und die Landung dort war phänomenal. Unser Flugzeug ist vorher noch über die Stadt und die Berge gekreist und da ich vorher noch in China war, war es echt cool alles so aus der Nähe zu sehen.

Ich hatte fünf Stunden Aufenthalt in Peking und es war großartig. Ich habe noch nie zuvor einen so schönen Flughafen gesehen und ich glaube, der lange Aufenthalt dort hat dafür gesorgt, dass ich keinen Jetlag bekommen habe, als ich später in Japan angekommen bin. In Deutschland hatte ich zehn Euro in fünfundvierzig Yuan getauscht und das Geld habe ich in Peking gegen ein kleines Souvenir und etwas erfrischendes zu trinken getauscht. Die Zeit ist schnell vergangen und schon war ich an Bord meines Fluges nach Nagoya. Zu diesem Zeitpunkt war ich schon fast seit vierundzwanzig Stunden auf den Beinen, deshalb bin ich eingeschlafen kaum saß ich im Flugzeug und als ich wieder aufgewacht bin, waren wir schon fast in Japan.

Als ich das Flugzeug endlich verließ, hat sich ein großes Grinsen auf meinem Gesicht ausgebreitet. Ich habe es geschafft. Ich habe es tatsächlich geschafft! Und alles lief super problemlos ab. Ich habe schnell mein Geld getauscht und bin dann in in Kapsel Hotel am Flughafen eingecheckt (fertig mit Passkontrolle und Zoll war ich gegen zehn Uhr abends). Das Kapsel Hotel war der reinste Wahnsinn! Ich habe meine Koffer in ein Schließfach gepackt, eine lange Dusche genommen und habe mich in meiner Kapsel zufrieden eingekuschelt.

Am nächsten Morgen habe ich dann meinen Bestellschein gegen einen JR Rail Pass getauscht und bin mit dem Zug zum Hauptbahnhof in Nagoya. Wieder habe ich meine Koffer in einem Schließfach verstaut bevor es losging um Nagoya zu erkunden. Ich bin gemütlich durch die Stadt gelaufen und habe mir das Schloss in Nagoya angeschaut. Es war wirklich klasse!

Später habe ich meine Koffer wieder geholt und bin zur Sharebase in Nagoya gelaufen. Die Sharebase ist wirklich ein interessanter Ort an dem junge Leute zusammen arbeiten und entspannen und dort können bis zu vier Gäste übernachten. Ich habe mich mit den Leuten dort schnell angefreundet und wir sind gemeinsam Okonomiyaki essen gegangen am Abend.

Und jetzt bin ich in Japan. Ich kann es nicht fassen.

Freitag, der 28. Juli 2017
von Katia
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Zurück nach Japan

Seid gestern ist es offiziell: Ich habe meine Abschlussprüfung im zweiten Semester Japanisch bestanden! Und das bedeutet ich muss im September nicht in die Nachprüfung und das wiederum bedeutet ich habe den ganzen September über keine Uni, was bedeutet dass ich im September zurück nach Japan kann. Und zwar für einen ganzen Monat. AAAAAAAAAAAAA.

Nach Japan zurück zu kehren war schon immer der Plan. Aber jedes Jahr aufs Neue rückte dieser Plan wieder in die Zukunft. „Ich muss mich erst mal auf die Schule konzentrieren“. „Ich muss erst mal umziehen und mich auf das Studium konzentrieren“. „Ich habe kein Geld dafür“. „Ich habe keine Zeit dafür“. Doch jetzt ist Schluss damit. Denn ich habe die Zeit, das Geld und vor allen Dingen: den Plan.

Mein Plan ist relativ simpel im Kern, so wie jeder gute Plan. Ich fliege am 5. September nach Japan, komme am 6. September in Japan an und schlage bei meiner Gastfamilie ein Basis-Lager auf. Was im Grunde nur bedeutet, ich bleibe dort ein paar Tage und lasse meine Koffer dort, denn ich möchte ihre Gastfreundschaft auch nicht überstrapazieren. Wenn ich nicht bei meiner Gastfamilie bin, dann düse ich mit einem JR Rail Pass durch das Land und couchsurfe mich durch die Städte. Außerdem möchte ich den Fuji besteigen. Und zwar bevor die Saison am 10. September vorbei ist. Und Ende des Monats steht dann Manamis Hochzeit an. AAAAAAAAAAAAA.

Mir ist klar dass ich im Augenblick nur rum träume. Aber hey, Leute, vielleicht werden Träume Wirklichkeit?

Samstag, der 15. Juli 2017
von Katia
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Rotary Orientation – Japan und Korea Austausch 2017/2018

Und schon ist es wieder Juli und die Orientation für die Outbounds die nach Japan und Korea gehen steht wieder an. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Letztes Jahr um diese Zeit war ich das erste mal in Bonn und habe mir die Universität hier angesehen und jetzt ist das zweite Semester schon fast wieder vorbei.

Dieses Wochenende ist auf jeden Fall die Orientation für alle Austauschschüler in Deutschland die im Austauschjahr 2017/2018 mit dem Rotary Youth Exchange nach Japan oder Korea gehen. Vor ziemlich genau vier Jahren habe ich zum ersten mal an dieser Orientation teil genommen und zwar kurz bevor ich selbst nach Japan geflogen bin. Mittlerweile bin ich bereits das zweite Jahr in Folge als Rebound dabei und gebe mein Bestes den Outbounds und künftigen Gasteltern von Inbounds aus Japan und Korea weiter zu helfen.

Es ist wirklich eigenartig wieder im Kreis dieser Austauschschüler zu sein. Sie bringen eine Menge Schwung und Energie in mein Leben. Diejenigen, die gerade erst aus dem Ausland wieder gekommen sind, sind noch ganz aufgeregt und noch lange nicht wieder richtig in Deutschland angekommen. Die Gefühle, die sie haben, dass sie am liebsten wieder sofort zurück nach Japan/Korea fliegen wollen, kann ich immer noch gut nach voll ziehen. Es vergeht kein einziger Tag an dem ich nicht an Japan denke und mir wünsche, wieder zurückkehren zu können.

Auf der anderen Seite sind dann natürlich noch die Outbounds. Für manche von ihnen geht es in weniger als zwei Wochen schon ins Zielland und gerade auf dieser Orientation gibt es eine Menge Input für sie, dass sie entweder noch mehr begeistert oder sie einschüchtert. Sie stehen gerade erst ganz am Anfang ihrer rotarischen Reise und ich wünsche ihnen alles, alles Gute für ihren Austausch. Hoffentlich werden sie viele schöne Erfahrungen machen und viel lernen.

Die Community die sich in den letzten Jahren zwischen den Austauschschülern, die nach Japan und Korea gegangen sind, ist unglaublich. Wir sind inzwischen mehr als nur Freunde, wir sind eine kleine Familie, die jedes Jahr ein bisschen größer wird. Und ich bin so dankbar, von so großartigen Menschen umgeben zu sein und hoffe, ich kann auch ein kleines Stück zu dieser Community beitragen.

Sonntag, der 2. Juli 2017
von Katia
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YouTube! JunsKitchen

Wie ihr vielleicht bereits mitbekommen habt, verbringe ich sehr viel Zeit auf YouTube. Oft läuft es bei mir nebenbei während ich Hausaufgaben mache oder koche. Kochen ist auch schon genau das richtige Stichwort, denn leider bin ich im Wohnheim diesbezüglich sehr eingeschränkt und kann mich kulinarisch nicht sehr kreativ ausleben. Da bietet mir YouTube auf jeden Fall Trost. Besonders jedoch YouTube Japan.

Heute möchte ich euch mal wieder einen japanischen YouTuber vorstellen der schnell einen Platz in meinem Herzen gefunden hat: Yoshizuki Jun aka JunsKitchen. Ursprünglich berühmt geworden ist Jun zusammen mit seiner amerikanischen Ehefrau Rachel durch den Kanal MyHusbandIsJapanese, aber in diesem Blogpost möchte ich mich ausschließlich auf JunsKitchen konzentrieren.

JunsKitchen wurde 2012 ins Leben gerufen und hat ein wenig mehr als 700 000 Abonnenten, viele der Videos haben jedoch über Million Aufrufe, das neuste sogar mehr als 11 Millionen (Stand 02.07.2017). In seinen Videos kocht Jun seine Lieblingsgerichte, kreiert selber Katzenfutter oder poliert rostige Messer. Das Format ist einfach aber genial; die Videos sind super geschnitten und mit passender Musik hinterlegt, die Aufnahmen konzentrieren sich nicht auf Jun sondern auf das Essen und seine Katzen (die ihn immer mit großen Augen beim Kochen beobachten) und am Ende hat man immer das Gefühl: das könnte ich bestimmt auch, ich sollte es probieren.

Ich finde Juns Videos wahnsinnig entspannend, besonders nach einem langen Tag in der Uni und auf Arbeit. Leider hat er im Moment noch nicht so wahnsinnig viele Videos hochgeladen, da seine Videos eine sehr aufwendige Kreation sind. Deswegen kann man durchaus all seine Videos in kurzer Zeit schauen.

Wenn ich euer Interesse geweckt habe, dann schaut euch ruhig mal Juns Videos an, wie z.B.

Könnt ihr mir vielleicht noch andere japanische YouTuber empfehlen?

Samstag, der 14. Januar 2017
von Katia
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Postcrossing – Jahresrückblick 2016

Dezember war wie erwartet leider kein Monat in dem ich sonderlich aktiv bei Postcrossing war, allerdings habe ich es doch geschafft ganze sechs Postkarten zu schicken und so zumindest 60 ct beigetragen zur Spendenaktion der Deutschen Post an die Stiftung Lesen. Jeder kleine Schritt zählt.

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Währenddessen hatte mein Briefkasten gleich zehn glückliche Tage. Ich hatte ja doch einiges an Abstand aufzuholen nachdem ich im November doch ein paar Karten mehr versendet hatte.

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In Wahrheit habe ich sogar noch mehr Karten bekommen im Dezember, doch ab dem 23. habe ich meinen Briefkasten erstmal nicht mehr selbst überprüft. Einige spannende Karten waren dabei, unter anderem aus Brasilien. Eine Karte die mir besonders gefallen hat kam aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Ursprünglich wurde mir diese Karte schon im September geschickt, sie kam aber nicht an und daraufhin hat mich die Senderin kontaktiert und mir die Karte noch einmal geschickt und noch dazu eine Festkarte. Das fand ich wahnsinnig nett.

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Im Dezember gab es außerdem noch eine Besonderheit: Ich habe meine Jahresstatistik bekommen und fand das sehr niedlich und ein bisschen nostalgisch? Eigentlich bin ich ja erst seit dem Sommer bei Postcrossing dabei, aber irgendwie fühlt es sich schon an wie eine Ewigkeit. Ich meine, ich habe in dieser Zeit schon zwei Mal meine Anschrift gewechselt. Eine kleine Ewigkeit. Irgendwie schon.

2016 habe ich 57 Postkarten versendet und 56 Postkarten empfangen, also ziemlich ausgewogen und es ist auch noch keine Karte verloren gegangen (zumindest von meiner Seite aus). Mit diesen Statistiken stehe ich, wenn es um versendete Karten geht, auf Platz 14060 (weltweit) und, wenn es um empfangene Karten geht, auf Platz 12507. Ich find das cool. Ich finde das so cool. Ich werde 2017 so viele Postkarten schreiben und empfangen und euch natürlich auf dem Laufenden halten, denn meine Freunde kann ich nun wirklich nicht mehr damit belästigen, auch wenn sie sich schon freuen wenn ich früh zur Uni komme und ein paar interessante Postkarten im Gepäck habe.

Mittwoch, der 7. Dezember 2016
von Katia
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Postcrossing Update Dezember 2016

Im November war mein Briefkasten nur neun Tage lang glücklich, dafür habe ich allerdings fleißig Postkarten geschrieben und verschickt. Ich habe sechzehn Postkarten verschickt und im Gegenzug zwölf bekommen. Die Differenz wird bestimmt auch im Dezember abgebaut. Ich bin bis jetzt auch noch ziemlich unmotiviert überhaupt Postkarten im Dezember zu verschicken, weil ich schon genug zu tun habe mit Weihnachtsgeschenke besorgen und Adventskarten verschicken.

Aber eigentlich möchte ich wirklich im Dezember Postkarten verschicken. Für jede Postkarte die im Dezember aus Deutschland verschickt wird und bis 28. Februar 2017 registriert wird, spendet die Deutsche Post 0.10€ an die Stiftung Lesen. Außerdem wird man automatisch in einen Lospool geworfen und nimmt an einer Lotterie teil. Postkarten schreiben für einen guten Zweck? Sehr gerne! …Wenn ich die Zeit dazu finde.

Im November habe ich eine ganze Menge schöne Postkarten bekommen und einige davon sind auch in meiner Favoritenliste gelandet. Unter anderem die Folgenden:

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Diese Postkarte die ich aus den Vereinigten Staaten bekommen habe finde ich sehr cool. Sie ist ein japanisches Filmposter für James Bond. Langsam merke ich auch, dass es mit dem Lesen besser klappt auf Japanisch. pc2

Diese Karte habe ich aus Japan bekommen und es war Liebe auf den ersten Blick. Züge sind toll. Der Shinkansen ist genial! Es steht bis heute auf meiner Bucket Liste auf jeden Fall einmal Shinkansen (am besten aber öfter) zu fahren. pc3

Diese Postkarte habe ich aus China bekommen und sie ist einfach verdammt niedlich. Ich konnte den Häschen einfach nicht widerstehen. Jetzt findet man sie in meiner Favoritenliste.pc4Ich selbst bin ja eigentlich kein Star Wars Fan, aber ich schätze diese Karte trotzdem sehr wert. Sie ist nämlich echt cool und eine ganze Menge meiner Freunde mögen Star Wars und ich glaube, ich werde sie weiter verschenken, damit sie jemandem noch eine viel größere Freude macht als mir.

Ich habe natürlich auch noch zwei monatliche Statistiken für euch. Im November habe ich Karten verschickt in die folgenden Länder:

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Die Niederlande machen einen großen Anteil aus, was ich ziemlich interessant finde. Ich habe auch festgestellt, dass es auch ein bisschen auf die Uhrzeit ankommt wann man eine Postcard-ID anfordert welches Land man letztendlich bekommt. Bekommen habe ich diesen Monat Karten aus:

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Hier liegen Russland und Finland diesen Monat gleich auf. Obwohl eine Karte mehr im Gegensatz zu den anderen Ländern jetzt auch kein großer Unterschied ist. Es war auf jeden Fall ein guter Postcrossing Monat. Ich habe viel geschrieben und verschickt und bekommen. Jetzt fehlt mir nur noch die Zeit etwas aus Dezember zu machen.

Mittwoch, der 23. November 2016
von Katia
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ZICO Comeback BERMUDA TRIANGLE Teaser

ZICO ist zurück und das nicht alleine! Am 28. November ist es soweit und es wird ein Solo-Comeback von ihm geben, bei dem er mit DEAN und Crush kollaboriert. Das klingt verdammt viel versprechend. DEAN hat mich ja nach dem BASTARZ Comeback im Oktober endgültig von sich überzeugt.

Heute wurde dann der Teaser zum Musikvideo veröffentlicht. Die Kollaboration zwischen den drei Größen heißt BERMUDA TRIANGLE und rein visuell ist es auf jeden Fall schon mal sehr schick, aber als dann die Musik eingesetzt hat und ZICO’s Stimme ertönt ist, wusste ich: Verdammt, dieses Comeback wird bestimmt auch noch einmal ein großartiger Abschluss von 2016.

Sonntag, der 20. November 2016
von Katia
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Buchreihe: Ein Leben für das Spiel – All for the Game

All for the Game ist eine Buchreihe von Nora Sakavic aus den Jahren 2013 und 2014. Es handelt sich um eine Trilogie. Das erste Buch der Reihe heißt The Foxhole Court, das Zweite The Raven King und das Letzte The King’s Men. Nachdem ich Anfang des Jahres die lebensverändernde Buchreihe The Raven Boys von Maggie Stiefvater gelesen habe, saß ich eine Weile lang in einem Vakuum und habe nach einer neuen Buchreihe gesucht die mich wirklich fesselt – All for the Game hat das geschafft.

Protagonist der Buchreihe ist Neil Josten, ein Ausreißer der nur noch eine Sache hat, für die er leben kann – Exy. Exy ist eine fiktionale Sportart und am besten zu beschreiben als eine Mischung aus Rugby und American Football. Es klingt auf jeden Fall sehr brutal und als ob es einen ordentlichen Adrenalinschub verursachen kann. Neil ist ursprünglich zusammen mit seiner Mutter vor seinem Vater geflohen der ein großer Name in der organisierten Kriminalität ist und nur der Metzger genannt wird. Nachdem seine Mutter gestorben ist, versucht er einen Neuanfang an einer Highschool in Millport und tritt dem örtlichen Exy Team bei. Das Team selbst ist zwar nicht erfolgreich, aber Neils Begabung für Exy bleibt nicht unentdeckt. Er wird eingeladen den Palmetto State University Foxes beizutreten und damit in der Class I Liga zu spielen. Er nimmt an, auch wenn dieser Ruck in die Öffentlichkeit im Grunde sein Todesurteil ist, denn eigentlich ist er ja auf der Flucht.

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Als ich The Foxhole Court angefangen habe zu lesen, hat es schon eine ganze Weile gedauert, bis ich mich wirklich begeistern konnte. Die Buchreihe wurde mir, wie gesagt, vorgeschlagen nachdem ich The Raven Boys beendet hatte und auch wenn die Buchreihen sich ähnlich sind, sind sie doch ganz anders geschrieben. The Raven Boys legt einen großen Wert auf Ästhetik und Maggie Stiefvater hat einfach eine unglaubliche Begabung zum Beschreiben – sie kann einen Augenblick in die Unendlichkeit ziehen und es stört mich nicht. All for the Game wiederum wird vor allen Dingen durch die Dialoge getrieben und voran gebracht und durch die Figuren. Erst als ich die Figuren langsam kennen gelernt hatte beim lesen von The Foxhole Court und angefangen habe etwas für sie zu empfinden und sie anzufeuern, habe ich angefangen die Bücher zu verschlingen.

Die Figuren sind alle Wracks. The Palmetto State Foxes sind dafür bekannt problematische Jugendliche aufzunehmen und ihnen noch eine Chance zu geben. Alkohol- und Drogensucht sind noch das harmloseste Problem der Füchse, dazu kommen noch Sachen wie extreme Homophobie, Mord, Totschlag, Missbrauch, Vergewaltigung und die ganze Geschichte mit dem Ableger der japanischen Mafia der einen Teil der Füchse verfolgt. Die Bücher sind auch sehr explizit geschrieben, also sollte man davon die Finger lassen wenn man einen schwachen Magen hat. Neils Vater wird nicht umsonst der Metzger genannt. Er macht seinem Namen alle Ehre. In den ersten beiden Büchern ist vor allem Gewalt explizit beschrieben und im dritten Buch kommen dann noch explizite sexuelle Handlungen dazu.

Die Figuren haben auf jeden dafür gesorgt, dass ich die Buchreihe verschlungen habe und jetzt bereits ein zweites Mal verschlinge und wieder in mich aufsauge. Ich habe auch sehr das Bedürfnis die ganzen Füchse in Decken zu huscheln und ihnen heiße Schokolade zu machen und für sie zu kämpfen. Ich habe mich selbst am Ende als Fuchs gefühlt. Als Teil der Familie. Und deswegen mag ich die Buchreihe so sehr, weil sie einen mitreißt und eine Zuflucht liefert (gewissermaßen). Und ich mag wie unterschiedlich die Füchse sind und das Exy kein reiner Frauen- oder Männersport ist und die Spiele sind auch echt spannend geschrieben und ich habe das Bedürfnis Exy zu spielen. Man muss auch kein Sportfan sein um sich für die Buchreihe begeistern zu können, weil, wie gesagt, die ganze Reihe vor allem durch die Figuren getrieben wird.

Alles in Allem kann ich die Buchreihe also unter Vorbehalt weiter empfehlen, denn sie ist echt fesselnd aber eben auch sehr explizit. Es lohnt sich auf jeden Fall mal rein zu lesen. Meines Wissens nach gibt es die Buchreihe noch nicht auf Deutsch, aber die Kindle-Version ist auf Amazon echt spottbillig. Ich glaube die Bücher kosten jeweils ein bis zwei Euro maximal. Manchmal gibt es sie auch kostenlos. Die Sprache ist jetzt auch nicht extrem komplex, also man muss dafür nicht fließend Englisch verstehen können. Abschließend hier noch ein Fan-Trailer für die Buchreihe von YouTube:

 

Sonntag, der 13. November 2016
von Katia
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Zweiter Korea-Tag Bochum

Am 12. November fand an der Ruhr-Universität in Bochum der zweite Korea-Tag des Landesspracheninstituts mit Unterstützung der Korea Foundation statt und ich bin mit ein paar Freunden hingegangen. Der Weg nach Bochum war nicht so weit, wir sind zwei Stunden mit dem Zug gefahren und dann noch ein bisschen mit der Stadtbahn durch die Gegend getuckert und den Rest gelaufen. Ein bisschen kalt war es. Das war mein erstes Mal in Bochum und wie es sich gehört muss ich natürlich sagen: unsere Uni ist schöner. 

Das Programm klang wahnsinnig interessant und ich hatte mich auch schon ziemlich auf den Tag gefreut. Es gab Mini-Sprachkurse, Märchenstunden, Noraebang, Taekwondo-Vorstellungen und Workshops zu den Themen Tee-Zeremonie, traditionelle koreanische Musik, Trommeln, Dance Dance Revolution, Hanbok (mit Anprobe), Kalligraphie und K-Pop Dance. Leider war es dann nicht ganz so ideal, wie wir es uns erhofft hatten. Das Problem lag einfach in dem Anlauf: es waren einfach viel zu viele Menschen da und es war alles ziemlich unorganisiert. In viele der Workshops kam man gar nicht mehr rein, weil es schon zu voll war und in den Fluren musste man auch immer wieder auf Kuschelkurs gehen.

Ein weiteres kleines Problem war die große Anzahl an K-Pop Fans die nur K-Pop Fans sind und es in die Welt hinaus posaunen müssen. Wir wurden mehr als nur einmal überrannt. Außerdem hat man oft das Gefühl, dass sie die koreanische Kultur auf K-Pop begrenzen und das ist uncool. Sehr uncool. Besonders bei so einem Event. Die Hälfte der Leute hat sich benommen, als sei das ein BTS Konzert gewesen oder so. Eine Sache dazu noch: Zu K-Pop tanzen und singen in der U-Bahn klingt vielleicht lustig, belästigt aber nur die anderen Fahrgäste.

Wir hatten aber trotzdem Spaß, weil wir einander hatten. Außerdem kamen wir ja doch dazu einige Sachen auszuprobieren. Wir haben uns die Teezeremonie angeschaut und auch gekostet (und es war sehr gut), haben ein bisschen bei Dance Dance Revolution mitgemacht (was lustig war, weil Orange Caramel Lipstick und G-Dragon Heartbreaker), haben koreanische Zungenbrecher aufgesagt und dafür Poster bekommen, haben jede Menge Infomaterial vom koreanischen Ministerium für Tourismus bekommen und leckeres koreanisches Essen gegessen. Alles in Allem war es ganz ok. Ich hatte vor allem gute Gesellschaft.